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I lost my heart in Kitz

I lost my heart in Kitz

Lifestyle

Auf den Tag genau feiere ich heute 7 Jahre Kitzbühel. Es ist zwar keine runde Zahl, aber doch führt dieser Tag mich immer wieder, jedes Jahr dazu, zurück zu blicken.

Die Entscheidung damals im Herbst 2011 war ziemlich spontan und zwischen meinem Vorstellungsgespräch und meinem Umzug hierher lag nur eine Woche. Ich brach alle Zelte ab, musste meine Familie bitten meine Wohnung aufzulösen und fand mich in einem kleinem altmodisch eingerichteten Personalzimmer wieder. Und als hätte ich es gespürt, dass ich recht lang in Kitzbühel bleibe, waren meine ersten Handlungen, die Eröffnung eines Bankkontos und der Abschluss eines österreichischen Handyvertrags. Was übrigens richtig cool ist, da ich noch den HIT Germany Vertrag bei T-Mobile Austria ergattern konnte. Ich telefoniere mit 1000 Freiminuten im Monat nach Deutschland und zahle nur 20 Euro … aber das nur am Rande 😊

Österreich und auch Teile der Region kannte ich nur aus meinen Urlauben als Kind und ich wollte schon immer einmal in die Berge zum Arbeiten, aber natürlich auch, damit ich es mit dem Skifahren verbinden kann. Der erste Winter den ich erleben durfte war enorm. Es hatte unendlich viel Schnee und ich fühlte mich von Minute eins wohl in Kitzbühel.

Auf was kann ich also zurück blicken. Ich arbeitete 5 Jahre lang in der Hotellerie. Lernte die Region kennen, baute mir ein Netzwerk auf, was besonders in meiner Arbeit im Hotel sehr wertvoll für mich wurde. Ich bin mittlerweile viermal umgezogen. Ich schloss Freundschaften. Dies muss ich sagen, war nicht soooo einfach wie sich das meine Familie und Freunde zu Hause in Deutschland immer vorstellen. Durch einen Job im Hotel lernt man ja in erster Linie immer mal sehr schnell alle Kollegen kennen, was auch super ist und man hat direkt Anschluss, denn alle kommen aus sämtlichen Ländern und Regionen. Aber den Kontakt zu Einheimischen herzustellen empfand ich persönlich irgendwie schwer. Ich habe viele Freunde kommen und leider auch wieder gehen sehen. Denn dieses doch sehr ländliche Leben hier, war nicht für jeden etwas. 

Nun hatte ich ja aber auch das Glück meine große Liebe ziemlich unerwartet und fast vor meiner Abreise aus Kitzbühel kennenzulernen und hab somit auch das Einheimischen Problem gelöst 😉

 „Sie sind aber auch nicht aus Österreich!“ höre ich auch nach sieben Jahren immer noch oft. Was aber für mich mehr als OK ist. Ich liebe meine Herkunft, meine Heimat, dass Rheinland welches mich sehr geprägt hat. Ich habe solch einen Humor, den vielleicht auch nicht immer jeder Österreicher versteht. Ich wollte nie meine Sprache ändern. Mit Sicherheit habe ich Worte angenommen und je nachdem, mit wem ich gerade mehr Zeit verbringe, so passt sich meine Aussprache und mein Dialekt auch immer etwas an. Und dadurch, dass ich auch nicht recht gut darin bin den Tiroler Dialekt anzunehmen, hat besonders einer eine ganz große Freude an meiner Aussprache. Mein Freund! Oft muss ich dann Sachen sagen wie: „Wos hast gsagt“  oder auch „gschtiascht“.

Besonders in diesem Jahr nach unserem Portugal Urlaub war ich so unglaublich dankbar wieder hier zu sein. Wenn du dann auf die Berge zufährst und die saftig grünen Wiesen siehst. Diese innere Ruhe die mir dieser Ort gegeben hat. Ich hab mich verändert hier in Kitzbühel. Ich bin gelassener, ich rege mich nicht mehr schnell auf und ich bin ein ziemlich impulsiver Mensch (gewesen). Kitzbühel ist für mich wie für andere Yoga. Mein Lieblingsplatz! Meine „neue Heimat“! Ich bin unglaublich dankbar, dass ich auf diesem wunderschönem Fleck Erde leben darf!

I lost my heart in Kitz!

 

 

 

 

 

*und jetzt grinse ich übers ganze Gesicht*

 

 *Dirndl: Uschi Grote – SOS Store Kitzbühel

*Fotos: Eric Bruvier – Bild Schön Kitzbühel

 

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